Drei fabelhafte Fahrten am Comer See

Das Mandarin Oriental, Milan gibt Gästen die Gelegenheit, einen klassischen Ferrari zu fahren. Wir haben für Sie drei unvergessliche –aber sehr unterschiedliche –Routen am Comer See zusammengestellt


VON RORY FH SMITH
Rory FH Smith ist Motorjournalist und schreibt unter anderem für Wallpaper*, Gentleman's Journal und Condé Nast Traveller

 

SIGHTSEEING-TOUR: VON MAILAND NACH TREMEZZINA

Auf dieser Route am Westufer des Comer-See-Westarms sehen Sie einige der prächtigsten Villen und Dörfer der Region. Sie verlassen Mailand nordwestlich und erreichen in weniger als einer Stunde Como, das Tor zum Comer See. Hier lohnt es sich, Halt zu machen, um über den mittelalterlichen Domplatz zu schlendern und einen Blick in die Boutiquen und Feinkostgeschäfte zu werfen, bevor man zum Piazza Cavour spaziert und sich eine Tasse Kaffee am Seeufer gönnt.

Hier bietet sich ein toller Blick weit hinaus auf den See auf die regelmäßig querenden Fähren und sogar auf Flugboote, die Einheimische und Touristen befördern. Setzen Sie sich danach wieder ans Steuer und fahren Sie am Seeufer entlang auf die SS 340 – eine breite Schnellstraße, die Richtung Seespitze schmaler und schmaler wird. Nach kurzer Fahrt erreichen Sie Lenno, ein charmantes Städtchen an einer ruhigen Bucht mit Restaurants und Café-Bars mit Blick auf die Gärten der Villa Balbianello. Die Villa war Schauplatz im 2006 gedrehten James-Bond-Film Casino Royale. Früher lebte dort der italienische Geschäftsmann und Entdecker Graf Guido Monzino. Sie ist eine der am besten erhaltenen Villen der Region und für Besucher geöffnet.

Fahren Sie von Lenno weiter auf der SS 340 bis Tremezzo, wo Sie die SS 340 verlassen und auf einer kurvigen Straße den Berg hinauf zum Ristorante Al Veluu fahren. Hier gibt es eines der besten Mittagessen am Comer See, mit Gerichten der Saison und fantastischem Blick auf Lenno, See und Umland.

KURVENREICH UND BESCHAULICH: VON MAILAND NACH BELLAGIO

Ambitionierten Fahrern gibt diese Route die Gelegenheit, den Ferrari Dino auf Herz und Nieren zu testen. Sie verlassen Mailand nordwestlich und fahren nach Como. Wechseln Sie hier auf die SP 583, eine enge Straße, die sich entlang der Granit- und Kalksteinhänge über dem See Richtung Norden schlängelt. Die zahlreichen Kurven, die engen Fahrstreifen und unübersichtlichen Stellen werden selbst den besten Fahrern einiges abverlangen. Die Straße windet sich durch friedliche, rustikale Dörfer und bietet herrliche Aussichten auf den See und seine Uferrestaurants und Strandbäder.

Machen Sie eine Pause im beschaulichen Torno und gehen Sie über die Kopfsteinpflaster zum Wasser, wo Sie sich einen Espresso genehmigen können. Danach geht es weiter Richtung Norden: folgen Sie den Schildern nach Bellagio. Die Stadt spielt durch ihre zentrale Position am See seit dem 7. Jahrhundert eine wichtige strategische Rolle. Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem beliebten Touristenort und noch heute ist Bellagio dank seiner Kopfsteinpflaster, dem Fährhafen und den belebten Cafés, Bars und Restaurants für viele Touristen der Mittelpunkt ihres Besuchs am Comer See. 

Für das Mittagessen empfehlen wird das Barchetta in den steilen Gassen der Altstadt. Hier genießt man auf einer gemütlichen Terrasse freundlichen Service und tolle regionale Spezialitäten. Holen Sie sich anschließend ein Eis in einer der vielen Gelaterias in Bellagio und tauchen Sie ein in die entspannte, beschauliche Atmosphäre der Stadt.      

KAUM BEFAHRENE STRASSEN: VON MAILAND NACH VARENNA

Sie verlassen Mailand nordöstlich und fahren auf der SS 36 nach Lecco an die Spitze des Comer-See-Ostarms, ein von Touristen und Urlaubern schwächer frequentiertes Gebiet. Lecco liegt am geografischen Tor zum See eingebettet zwischen den Bergen San Martino und Resegone und dem Grigna-Massiv, die hinter dem belebten Stadtzentrum emporragen.

Machen Sie in Lecco Ihre erste Pause nach der Fahrt aus Mailand und trinken Sie einen Kaffee am Seeufer, während Sie den Blick über den Ostarm des Comer Sees schweifen lassen. Fahren Sie anschließend wieder auf die SS 36 und wechseln Sie nach kurzer Fahrt auf die SP 72, eine kurvige Uferstraße durch Städte, Dörfer und Fischerhäfen. Sie werden dabei viele Gelegenheiten haben, anzuhalten und die Aussicht zu genießen. 

Nach 30 Minuten erreichen Sie Varenna, einen malerischen, bunt bebauten Ort inmitten üppiger Vegetation. Große Teile der Stadt wurden im Mittelalter zerstört und durch modernere, typisch italienische Architektur ersetzt. Halten Sie zum Mittagessen hier an und blicken Sie von der Terrasse des Restaurants La Vista auf den See und die Altstadt.

Nach dem Essen empfehlen wir einen Spaziergang durch die Gärten der Villa Monastero oder einen historischen Abstecher zur Ruine des Castello di Vezio. Alternativ können Sie auch die engen Serpentinen der Via per Esino hinaufbrausen.

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